Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH), eine gutartige Vergrößerung der Prostata, kann Männer in jedem Alter betreffen. Sie kann zu Beschwerden wie häufigem Harndrang, nächtlichem Wasserlassen oder einem schwachen Harnstrahl führen. In einigen Fällen kann es im Krankheitsverlauf auch zum sogenannten schmerzhaften akuten Harnverhalt kommen, bei dem sich die Blase nicht mehr entleeren lässt. Zu Beginn lässt sich die BPH oft mit Medikamenten behandeln, die den Harnfluss verbessern und die Beschwerden lindern. 

In fortgeschrittenen Fällen kann es notwendig werden, dass Patienten ein Blasenkatheter dauerhaft tragen müssen, um den Urin abzuleiten. Dies ist jedoch oft nur eine vorübergehende Lösung – eine operative Behandlung kann dauerhaft Abhilfe schaffen und die Lebensqualität erheblich verbessern

In unserer Klinik setzen wir auf moderne, nicht invasive Operationstechniken, insbesondere die Laser-Enukleation der Prostata (ThuLEP). Hierbei kommen Thulium-Faser-Laser der neuesten Generation zum Einsatz. Diese Technik zeichnet sich durch sehr gute Blutstillung und eine kurze Operationsdauer aus – so können wir die Belastung der Operation für unsere Patienten möglichst gering halten. 

Wenn gewünscht oder medizinisch sinnvoll, bieten wir auch eine ejakulationsprotektive Operationstechnik an, um den Samenerguss in bestimmten Fällen zu erhalten.

Für Patienten, bei denen aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen eine Narkose nicht möglich oder mit hohem Risiko verbunden ist, bieten wir alternative OP-Techniken an, die ohne Vollnarkose durchgeführt werden können.

In unserer endourologischen Sprechstunde beraten wir Sie ausführlich zu allen Behandlungsmöglichkeiten. Gemeinsam finden wir die für Sie passende Therapie, die Ihre Beschwerden lindert und Ihre Lebensqualität verbessert.

Haben Sie Fragen oder möchten Sie sich beraten lassen? Unser erfahrenes Team steht Ihnen gerne zur Seite.

 

Behandlungsmöglichkeiten

Wir bieten ein breites Spektrum an OP-Techniken an. Das ermöglicht uns, ein auf jeden Patienten individuell zugeschnittenes Therapiekonzept zu entwickeln. Zur Abwägung gehören neben Patientenalter, Gesundheitszustand und Größe der Prostata u.a. auch der Wunsch des Patienten nach Erhalt des Samenergusses. In diesem Fall stehen auf sog. ejakulationsprotektive Techniken zur Verfügung. 

Im folgenden stellen wir die an unserer Klinik angebotenen OP-Techniken vor. 

Anatomische endoskopische Enukleation der Prostata (ThuLEP/HoLEP/BipolEP)

Bei der anatomischen endoskopischen Enukleation der Prostata (Kurz: ThuLEP/HoLEP/BipolEP) erfolgt die Entfernung des Prostatadenoms endoskopisch über die Harnröhre. Unter Zuhilfenahme des Lasers kann das Prostataadenom präzise aus der Umgebung gelöst werden. Hierbei ist eine maximale Schonung des Harnröhren-Schließmuskels von besonderer Bedeutung zur Vermeidung einer postoperativen Harninkontinenz. Eine Folge des Eingriffs ist jedoch der Verlust der Fähigkeit zum Samenerguss. Patienten, die einen besonderen Stellenwert auf einen Erhalt der Ejakulation legen, kann eine ejakulationsprotektive OP-Technik angeboten werden, die jedoch auch eine reduzierte Erfolgrate bzgl. der Verbesserung der Miktionsbeschwerden mit sich bringt.

Laserinzision der Prostata / Kommaschnitt (ThuLIP)

Bei kleinen Prostatavolumina sowie bei Verengungen des Blasenhalses kann unter Umständen auch eine Laserinzision der Prostata zur Verbesserung des Beschwerdebildes ausreichend sein. Hier wird mit einem Laser das Prostatagewebe gezielt durchtrennt und die Engstellt aufgeweitet, um den Harnfluss zu verbessern. Vorteil dieser Technik ist, dass die Fähigkeit zum Samenerguss in aller Regel erhalten bleiben kann. Ob diese OP-Technik zur Anwendung kommen kann, muss in jedem individuellen Fall unter Berücksichtigung zahlreicher Faktoren abgewogen werden. Gern beraten wir Sie hierüber in unserer Sprechstunde. 

Transperineale Laser-Ablation der Prostata (TPLA)

Die Transperineale Laser-Ablation der Prostata (TPLA) stellt eine Alternative zu den klassischen endoskopischen Operationstechniken dar. Im Gegensatz zum "Ausschälen" der Prostata erfolgt hierbei eine gezielte Verödung des Gewebes mittels Laserenergie. Hierzu werden bis zu vier Laserfasern über den Damm unter sonographischer Kontrolle eingeführt und anschließend das Gewebe unter kontinuierlicher Überwachung verödet. Im Anschluss wird das verödete Gewebe vom Körper abgebaut, sodass bis zum Erreichen eines endgültigen OP-Resultats einige Wochen vergehen. 

Wesentlicher Vorteil der Operationstechnik ist, dass Sie auch ohne Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) durchgeführt werden kann und sich somit für Patienten mit hohem Alter und erhöhtem Narkoserisiko besonders eignet. Darüber hinaus kann die Fähigkeit zum Samenerguss in aller Regel erhalten werden. Zu beachten ist jedoch, dass die Operationsmethode im Vergleich zu Alternativen weniger nachhaltige Effekte zeigt und so ggf. nach einigen Jahren ein erneuter Eingriff notwendig sein kann. 

Terminvereinbarung

Bei Ihnen wurde eine gutartige Prostatavergrößerung festgestellt und eine Operation empfohlen? Gern können Sie hierzu bei uns einen Termin vereinbaren. Bei Unklarheiten oder Fragen ist auch eine Beratung in unserer Sprechstunde möglich. 

Nehmen Sie hierzu gern Kontakt mit uns auf!

Spezialsprechstunde

Endourologische Sprechstunde
Dienstags: 09:00-15:00 Uhr

Terminvereinbarung: 
+49 89 4140-2507

OP-Terminvergabe bei Prostatavergrößerung

Sie haben sich gemeinsam mit Ihrem Urologen bereits zur Operation entschieden und möchten einen Termin in unserem Haus vereinbaren? Wenden Sie sich direkt an uns. 

OP-Terminierung für Privatpatienten
Fr. Anja Schlageter
Tel: +49 89 4140-2522
E-Mail: anja.schlageter@mri.tum.de

OP-Terminierung für gesetzlich versicherte Patienten
Prästationäre Klinik - Dr. Düwel & Dr. Simon
Tel: +49 894140-5511
Fax: +49 89 4140 2566
E-Mail: uro-praestationaer@mri.tum.de

Unsere Spezialisten für gutartige Prostatavergrößerung
Dr. med. Michael Straub
Dr. med. Michael Straub
Dr. med. Thomas Amiel
Dr. med. Thomas Amiel
PD Dr. med. Valentin Meissner
PD Dr. med. Valentin Meissner
Dr. med. Matthias Jahnen
Dr. med. Matthias Jahnen
Dr. med. Florian Kirchhoff
Dr. med. Florian Kirchhoff